
Das Unternehmensleitbild beschreibt die von uns erarbeiteten Grundsätze unserer Arbeit miteinander; die Säulen, auf denen der Pflegedienst von innen betrachtet steht. Das Pflegeleitbild beschreibt unser Verhältnis zu den Patienten, unser Bild ihrer Situation und unsere Rolle. Die fünf wesentlichen Pfeiler unseres Pflegeleitbildes sind:
Wesentlicher Bestandteil unserer ambulanten Pflege ist, dass unsere Patienten in ihren eigenen vier Wänden wohnen und insofern auf ihre Eigenständigkeit angewiesen sind. Diese wollen wir fördern und erhalten, indem wir unseren Patienten nicht nur Arbeit abnehmen, sondern ihnen auch zeigen, wie sie es besser und (wieder) alleine schaffen können. Auf diesem Weg wollen wir ihnen die Sicherheit und das Selbstvertrauen geben, ihren Alltag möglichst selbständig meistern zu können.
Dabei lehnen wir uns an das Pflegemodell von Monika Krohwinkel an.
Das Vertrauen unserer Patienten zu uns ist unabdingbare persönliche Basis für unsere Arbeit mit ihnen. Eine Voraussetzung dafür, dass die Patienten uns vertrauen, ist, dass sie sich auf uns verlassen können, dass die Absprachen eingehalten werden und dass wir auch nicht nur die Notwendigkeiten erbringen, die vertraglich geregelt sind. Dabei achten wir darauf, dass wir nicht ausgenutzt werden.
Wir möchten unseren Patienten das Gefühl der Geborgenheit geben. Ihr Vertrauen zeigt sich, wenn sie bei uns ihre Ängste, Sorgen und Nöte loswerden können, wenn sie mögen und uns jederzeit um Rat fragen können.
Offenheit im Umgang mit unseren Patienten ist für uns selbstverständlich. Jeder von uns hat dabei sicherlich unterschiedliche Grenzen. Wir erkennen die Unterschiedlichkeit unter den Mitarbeitern an. Allerdings verpflichten wir uns, über interne Vorgänge („Lästern“) Stillschweigen zu bewahren.
Dass die Patienten gut versorgt sind, bildet für uns die Grundlage qualitativer Pflege. Wir wollen ihre Gesundheit erhalten und eine schmerzfreie Pflege gewährleisten, indem wir abgesprochene Pflege (intern und mit dem jeweiligen Patienten abgesprochen) mit Konzept anbieten. Ohne jeden Handgriff vorzuschreiben und die Persönlichkeit der einzelnen Mitarbeiter zu beschneiden, wollen wir, dass im Grunde jeder dasselbe tut (Standards).
Fortschrittliche Pflege soll durch regelmäßige Fortbildung gewährleistet werden, damit die Patienten auf Dauer richtig, also auf dem neuesten Stand und mit dem neuesten Wissen, gepflegt werden.
Die Qualität unserer Arbeit lässt sich sicher unter anderem an der Zufriedenheit der Patienten messen. Diese herzustellen und dafür zu sorgen, dass sich die Patienten wohlfühlen, ist unser Anliegen.
Wir wollen die Intimsphäre der Patienten wahren und sie als gleichberechtigte Partner sehen und behandeln. Die intensive Kommunikation mit ihnen bildet dafür ebenso die Grundlage wie für eine bedürfnisorientierte Pflege.
Das Einbeziehen der Angehörigen schließlich ist neben der intensiven Kommunikation mit unseren Patienten die Voraussetzung, dass der Pflegeprozess eine Kooperation darstellt.
Konzeptionell lehnen wir uns dabei an das Pflegekonzept von Monika Krohwinkel an.
zur Selbstpflegetheorie (Beeinflussung der Selbstpflege)
zur Theorie des Selbstpflegedefizits (s. Abbildung)
zur Theorie der Pflegesysteme (s. Abbildung)
Selbstpflegebedürfnisse | ||||||||||||||||
1. universelle Bedürfnisse | ||||||||||||||||
|
2. entwicklungsgebundene Bedürfnisse | |||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||
3. Bedürfnisse, die durch Gesundheitsstörungen bestimmt werden | |
3.1. | Inanspruchnahme von professioneller Hilfe bei bereits bestehenden oder zu erwartenden Gesundheitsstörungen. |
3.2. | Sich informieren und Einblick gewinnen in die betreffende Störung. |
3.3. | Wirksame und effektive Durchführung der vorgeschriebenen Maßnahmen zu Diagnose, Therapie und Genesung. |
3.4. | Die durch die vorgeschriebenen medizinischen Maßnahmen möglichen Beschwerden oder Nebenwirkungen zu erkennen und zu behandeln. |
3.5. | Anpassung des Selbstbildes an die Gesundheitsstörungen und die damit zusammenhängenden Therapien. |
|
|
Mit den Folgen der Erkrankung und den damit verbundenen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen leben zu lernen und sich dadurch persönlich weiter zu entwickeln und zu reifen. | |