Der ambulante Pflegedienst

Sachleistungen nach SGB XI

Die Sachleistungen sind Pflegesätze durch professionelle Pflegekräfte des ambulanten Pflegedienstes. Folgende Leistungen können erbracht werden:

LK

1

Kleine Morgen-/Abendtoilette
- mit Aufstehhilfe -

12,91

EUR

LK

2

Kleine Morgen-/Abendtoilette

10,99

EUR

LK

3

Große Morgen-/Abendtoilette
- mit Aufstehhilfe -

21,03

EUR

LK

4

Große Morgen-/Abendtoilette

18,16

EUR

LK

5

Betten, Lagern, Mobilisieren

  5,26

EUR

LK

6

Hilfe bei der Nahrungsaufnahme

12,91

EUR

LK

6a

Hilfe bei der Nahrungsaufnahme
einer Zwischenmahlzeit

  4,78

EUR

LK

7

Sondenkost bei PEG

  9,56

EUR

LK

8

Darm- und Blasenentleerung

  5,74

EUR

LK

8a

Darm- und Blasenentleerung
neben LK 1-4

  2,86

EUR

LK

9

Hilfestellung beim Verlassen und
Wiederaufsuchen der Wohnung

  5,74

EUR

LK

10

Begleitung bei Aktivitäten

28,68

EUR

LK

11

Häusliche Betreuung

23,90

EUR

LK

12

Reinigung der Wohnung

max. pro Woche
                                  

  4,78

28,68

 

EUR

EUR

LK

13

Wechseln oder Waschen der Wäsche

max. pro Woche

  2,39

14,34

EUR

EUR

 

LK

13a

Wechseln der Bettwäsche

  2,63

EUR

LK

14

Einkaufen

max. pro Woche

  2,86

17,16

EUR

EUR

 

LK

15

Zubereitung einer warmen Mahlzeit

12,91

EUR

LK

16

Zubereitung einer sonstigen Mahlzeit

3,82
3,35
2,86

EUR
EUR
EUR

- 1. Einsatz
- 2. Einsatz
- 3. Einsatz


LK


17


Einsatz nach § 37/3

21,00
31,00

EUR
EUR

- Stufe I und II
- Stufe III


LK


18


Erstbesuch


43,02


EUR

Einsatzpauschale 2x pro Tag

4,18

EUR

           

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Leistungen nach dem Pflegeversicherungsgesetz ( SGB XI )

Die Leistungen der Pflegeversicherung können von Personen in Anspruch genommen werden, die als pflegebedürftig anerkannt sind. Hierzu muß bei der Pflegekasse ein Antrag auf Leistungserbringung gestellt werden. Die jeweilige Pflegestufe wird durch einen Arzt / Pflegefachkraft des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung ( MDK ) festgestellt.

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Die Pflegestufen I ,II und III

Pflegestufen

Sachleistungen

Geldleistungen

I   -   erheblich pflegebedürftig

   450,00 EUR

235,00 EUR

II  -   schwerpflegebedürftig

1.100,00 EUR

440,00 EUR

III -   schwerstpflegebedürftig

1.550,00 EUR

700,00 EUR

Härtefälle

1.918,00 EUR

 

 

Alle darüber hinausgehenden Kosten müssen von dem Patienten privat getragen werden, oder es muß ein Antrag auf Kostenübernahme bei dem für ihn zuständigen Sozialamt gestellt werden.

Sollten die Sachkosten nicht voll ausgeschöpft werden, hat der Patient die Möglichkeit, die Sachleistungen auf Kombinationsleistungen umzustellen. Der Patient würde dann ein anteiliges Pflegegeld erhalten.

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Betreuungsleistungen im Rahmen der Pflegeversicherung

Für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz steigt den Betreuungsbetrag von bisher 460€ jährlich auf bis zu 100€ monatlich(Grundbetrag) bzw. 200€ monatlich (erhöhter Betrag), also bis auf 1.200€ bzw. 2.400€ jährlich.

Um festzustellen, ob und welchen Anspruch der Kunde hat, muß eine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) erfolgen

Sachleistungen

Sachleistungen sind Pflegeeinsätze durch professionelle Pflegekräfte des ambulanten Pflegedienstes.

Geldleistungen

Die Geldleistung wird als Pflegegeld gezahlt, wenn Angehörige oder Freunde die nötige Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung übernehmen. Pflegegeldempfänger sind verpflichtet einen Pflegekontrolleinsatz nach §37/3 Abs.3 SGB XI von einem zugelassenen Pflegedienst durchführen zu lassen. Er dient zur Sicherstellung der Qualität der häuslichen Pflege.

Bei Pflegestufe I und II halbjährlich. 21,00 Euro pro Pflegekontrolleinsatz.
Bei Pflegestufe III vierteljährlich. 31,00 Euro pro Pflegekontrolleinsatz.

Den Pflegeeinsatz rechnet der Pflegedienst direkt mit der Pflegekasse ab.

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Leistungen der Behandlungs- und Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung laut §37/1 und §37/2 SGB V

Leistungen der Behandlungs- und Grundpflege werden von dem behandelnden Arzt auf der Verordnung für häusliche Krankenpflege verordnet.


Verordnungsfähig sind nur Maßnahmen, die im Richtlinienkatalog nach §92 SGB V enthalten sind. Sofern diese Leistungen in den Richtlinien enthalten sind, werden diese in der Regel von den Krankenkassen übernommen.

Behandlungspflegeleistungen, die nicht im Maßnahmenkatalog enthalten sind oder von der Krankenkasse abgelehnt werden, müssen die Pflegebedürftigen privat bezahlen.

Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz ( BSHG )

Die Sozialämter der Landkreise oder kreisfreien Städte sind nach dem Bundessozialhilfegesetz ( BSHG ) unter anderem für folgende Leistungen zuständig:

-
-
-

Krankenhilfe, hier auch Behandlungspflege laut § 37 BSHG
Blindenhilfe ( ja nach Zuständigkeit innerhalb der Länder )
Pflegegelder, hier - anders als bei SGB XI - auch bei Pflegestufe 0

Alle Leistungen des Sozialamtes sind einkommens-, vermögens- und bedarfsabhängig und müssen bei Bedarf beantragt und vom Sozialamt genehmigt werden.

Privatleistungen

Privatleistungen, wie betreuende Tätigkeiten, den Mobilen Sozialen Hilfsdienst, hauswirtschaftliche Versorgung und besondere Serviceleistungen müssen von den Patienten privat gezahlt werden. Unter Umständen kann ein Antrag beim zuständigen Sozialamt gestellt werden.

BEI DER KLÄRUNG DER KOSTEN STEHT IHNEN DER AMBULANTE PFLEGEDIENST HELFEND ZUR SEITE.

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